INTO THE WILD

EIN EXPERIMENT DER ORGANISIERTEN VERWILDERUNG

Image by Ozgu Ozden

Rauhnaechte

Gerade der Übergang vom alten ins neue Jahr, die sog. Rauhnächte, die Zeit von dunklen Tagen und langen Nächten bietet sich an, Dir bewusst zu machen, was Du in diesem Jahr zurücklassen möchtest, was Du als wertvoll empfindest und mitnehmen möchtest oder was für Dich neu beginnen soll.

„Ach, überall spüre ich geheimnisvolle Beziehungen
zwischen Einst und Jetzt.“ Joachim Ringelnatz

Bereits bei der Bedeutung des Wortes Rauhnacht (einige schreiben auch Raunacht) gibt es verschiedenste Auslegungen:


Eine sehr naheliegende und althergebrachte Erklärung lautet, dass es sich um die rauhen/rauen Mächte handelt, da es in diesen Nächten oft sehr grob zugeht. 

 

Eine weitere Wortdeutung, die mittlerweile auf breit gefächerte Zustimmung stößt, kann aus dem Mittelhochdeutschen abgeleitet werden. Dort bedeutet „rûch“ so viel wie pelzig, haarig. Menschen malten sich früher unheimliche Gestalten in ihrer Fantasie aus, die sie oft auch in Nebelschaden oder dichtem Schneetreiben zu erkennen glaubten.  Sie dachten dabei an zottelige Dämonengestalten. Ebenso denkbar wäre, dass sich der Begriff von „raunen“ oder dem mittelhochdeutschen „rûnen“ = Geheimnis ableitet.

Eine letzte Deutung meint, es handle sich um „Rauchnächte“, da vor Jahrhunderten zahlreiche Räucherungen zelebriert wurden, wie lt. Überlieferung bei den Germanen und Kelten. „Die Rauhnächte“ waren für sie sehr bedeutsam und dienten ihnen als Orakel für die "Wettervorhersage" des kommenden Jahres, da das Wohlergehen der Menschen und Nutztiere stark vom Wetter abhängig war. Um darauf Einfluss nehmen zu können, wurden in den besonderen 12 Wintertagen (in den sogenannten Rauhnächten) die Häuser ausgeräuchert, um sich vor Dämonen zu schützen und zugleich Botschaften aus der „anderen Welt“ zu empfangen, die Vorhersagen für die Zukunft enthielten.

Dieser Brauch ist auch heute nicht ganz unbekannt und wird in unserer Zeit als Innenschau in Form eines Rückblicks auf das alte Jahr und als Vorschau auf das kommende Jahr genutzt. Durch einen bewussten Umgang mit den Rauhnächten hast du die Möglichkeit, aktiv das kommende Jahr zu beeinflussen und positiv mitzugestalten.

Achte in dieser Zeit besonders auf deine Träume, denn man sagt, dass diese Träume im jeweils dazugehörigen Monat in Erfüllung gehen. Es empfiehlt sich, ein Tagebuch zu führen und alles zu notieren, was dir in der Zeit der Rauhnächte widerfährt. Denn alles, was an diesen Tagen geschieht, hat eine ganz besondere Bedeutung, selbst wenn es im ersten Moment auch noch so banal und unwichtig erscheint. Meditationen können in dieser Zeit hilfreich sein, in dem sie deine Achtsamkeit stärken.

Was du dafür brauchst:

  • Räucherwerk wie Räucherstäbchen

  • Notizbuch (als Tagebuch)

  • Stift und lose DINA4-Zettel

  • Kleine leere beschreibbare Zettel (mind. 13 Stück)

  • schönes Kästchen oder ein kleines Säckchen

  • Feuerschale zum Verbrennen von kleinen Mengen Papier

  • Streichhölzer oder Feuerzeug

Start ist der 21.12. - die Wintersonnenwende

  • Schaffe eine wohlige und ruhige Atmosphäre

  • Zünde ein Räucherstäbchen an

  • Schreibe auf die losen DINA4-Zettel, was du in diesem Jahr noch loslassen möchtest und verbrenne diese anschließend. Durch das Zerfallen zu Asche wird alles, was du aufgeschrieben und verbrannst hast, symbolisch dem Universum zur Transformation überreicht.

Nachdem du dich von allem Negativen gelöst hast, ist Platz für Neues, Positives. Schreibe nun eine Wunschliste auf lose DINA4-Zettel für das neue Jahr auf. Konzentriere dich in Ruhe auf private und berufliche Vorhaben und Ziele. Übertrage deine wichtigsten 13 Wünsche und Ziele auf jeweils einen Zettel. Jeder Zettel wird am Ende zusammengefaltet und in ein Säckchen oder Kästchen gelegt.

Diese Zettel werden dich in den Rauhnächten begleiten. Diese starten, heute unterschiedlich gehandhabt, zwischen dem 24. Und dem 26.12.

Start der Rauhnächte zwischen dem 24. und dem 26.12.

Jeder der nun kommenden 12 Rauhnächtetage steht für einen Monat im neuen Jahr. Du beginnst also zwischen dem 24. oder dem 26.12 mit dem Monat Januar. Die Uhrzeit spielt dabei keine Rolle.

Achte darauf, dass du dir ausreichend Zeit einräumst und dir eine schöne Atmosphäre in Stille schaffst.

  • Ziehe mit geschlossenen Augen einen der gefalteten Zettel aus dem Gegenstand, in dem du die Zettel aufbewahrst. Den Zettel NICHT öffnen. Lege ihn zunächst neben die Schale.

  • Nimm nun dein Notizbuch und schreibe dir folgende Dinge auf:

    • Datum (z.B. 24.12.2020) und dazugehöriger Monat (Januar)

    • Gedanken, die dir kommen, wenn du deine Aufmerksamkeit auf den ungeöffneten Zettel richtest

    • Träume der vergangenen Nacht

    • Alles, was Dir im Laufe des Tages besonders erscheint (sei es eine Begegnung, eine Botschaft, ein Ereignis oder eine Eingebung). Sofern du das Ritual am Morgen vollziehst, kannst du auch im Laufe des Tages weitere Notizen hinzufügen

  • Verbrenne nun den gezogenen Zettel in der Feuerschale, ohne diesen gelesen zu haben. Wenn du einen Kamin hast, eignet sich dieser ebenso gut.

Dieses Ritual wiederholst du 11 weitere, aufeinander folgende Tage, bis nur noch 1 Zettel übrigbleibt.

Den 13. Zettel darfst du am letzten Tag öffnen und lesen. Dieses Thema, ist das Thema, welches du selbst im neuen Jahr angehen, lösen und daran wachsen darfst.

Zum Abschluss der Rauhnächte bedankst du dich bei dem Universum, oder bei dem, was für dich stimmig ist und bittest um Erfüllung deiner 12 Wünsche.

Anleitung zum Herunterladen

Deine Wünsche und Intentionen für das neue Jahr kannst Du hier auf dem Board gerne teilen oder Dich auch dort einfach inspirieren lassen von den Intentionen anderer Into-The-Wild-Reisender.

Wie gehst Du aus diesem Jahr und betrittst das Neue?

Ein Ritual zum jahreswechsel

WAS IST INTO THE WILD?

'Vorne ist da wo sich keiner auskennt.'

Wo die betretenen Pfade aufhoeren, faengt die Wildnis an... Wer seine Zukunft gestalten moechte, statt von ihr ueberrascht zu werden, der muss seinen kontrollierten Bereich verlassen und 'wild' werden.

 

Warum jetzt? Nicht zuletzt Durch die Coronakrise finden wir uns alle derzeit in einer extremen Form der 'VUCA'- Welt wieder. Wir versuchen dabei mit der Unsicherheit umzugehen und uns auf eine ungewisse Zukunft vorzubereiten. Gewohnte Strukturen und Prozesse helfen oft nicht mehr weiter, neue Energie freizusetzen.

 

Durch dieses Experiment wollen wir gemeinsam erleben, wie es gehen kann. Und das auf uns und die Organisationen, in denen wir arbeiten, umlegen. Wir nennen dieses Experiment 'Into the Wild' oder auch die organisierte Verwilderung.

Eine bessere Vorstellung, ein optimistisches Gefuehl, eine neue Energie in Bezug auf die schwer kalkulierbare Zukunft.

Image by Yoal Desurmont

FUER WEN IST INTO THE WILD?

Menschen in Organisationen jeglicher Groesse, die 'wild at heart' sind und die eigene und/oder Zukunft ihrer Organisation selbstwirksam gestalten mOEchten.  

WAS BRINGT MIR INTO THE WILD?

Da es vor allem ein Experiment und auch ein Selbstversuch ist, kOEnnen wir das noch gar nicht so genau sagen. Was wir aber selbst schon in unserem Prozess erlebt haben und woran wir glauben, ist... 


Ein besseres SelbstverstAEndnis.

 

Eine neue Verbindung zu den eigenen Ressourcen. und Befreiung von Potentialen.

 

Eine erweiterter 'Werkzeugrucksack', um mit Unvorhersehbarkeit und Unbekanntem umzugehen.

 

Eine bessere Vorstellung, ein optimistisches GefUEhl, eine neue Energie in Bezug auf die (schwer kalkulierbare) Zukunft.

 
 

Für Rückfragen Kontaktiere uns unter info@gointothewild.org